Patellaluxation

Eine Kniescheibenverrenkung, auch Patellaluxation genannt, tritt auf, wenn die Kniescheibe (Patella) aus ihrer normalen Ausrichtung im Kniegelenk gedrückt wird. Diese Verletzung tritt häufiger bei Sportlern auf, vor allem bei Jugendlichen und jüngeren Menschen, was auf Faktoren wie Hypermobilität der Bänder und unvollständige Reifung des Skeletts, einschließlich offener Wachstumsplatten, zurückzuführen ist. Meistens ist die Kniescheibe nach außen (seitlich) verschoben, wodurch die Gelenkkapsel überdehnt und das umliegende Weichteilgewebe geschädigt werden kann. Diese Art von Verletzung wird in der Regel durch einen direkten Aufprall auf das Knie oder eine Valgusbelastung mit Außenrotation des Schienbeins verursacht, was bei Sportarten wie Fußball, Basketball oder Gymnastik vorkommen kann.

In Fällen, in denen sich die Kniescheibe teilweise nach außen bewegt, aber von selbst wieder zurückkehrt, spricht man von einer "Subluxation". Sowohl die Luxation als auch die Subluxation haben ähnliche Ursachen, darunter Traumata oder schnelle Richtungswechsel bei körperlicher Aktivität.

Was ist zu tun, wenn eine Patellaluxation auftritt?

Die Erstbehandlung besteht in der Rückverlagerung der Kniescheibe (Reposition) und in konservativen Methoden wie der Ruhigstellung mit Gipsbandagen und physikalischer Therapie zur Stärkung der Muskulatur rund um das Knie. Ein chirurgischer Eingriff kann bei wiederholten Verrenkungen oder bei zusätzlichen Problemen wie Knorpelschäden erforderlich sein. Zu den chirurgischen Eingriffen gehören die Reparatur oder Straffung von Bändern oder die Anpassung der Knochenposition, um die Kniescheibe besser in ihrer Bahn zu halten. Nach der Operation oder der konservativen Behandlung ist die Rehabilitation von entscheidender Bedeutung für die vollständige Genesung und zur Vorbeugung weiterer Verrenkungen.

Patellaluxationen sind oft sehr schmerzhaft und führen zu einer sofortigen Schwellung, und das betroffene Knie kann sich instabil anfühlen oder bei Bewegungen „nachgeben“. Die Genesungszeiten sind unterschiedlich, aber im Allgemeinen können Sportler nach ausreichender Ruhe und Rehabilitation wieder Sport treiben, in der Regel innerhalb weniger Monate, je nach Schwere der Verletzung.

Mögliche Ursachen

  • Direkter Aufprall oder Trauma: Zusammenstöße oder seitliche Stöße auf das Knie beim Sport
  • Plötzlich auftretende Drehbewegungen: Schnelle Richtungswechsel oder ungünstige Landungen
  • Angeborene oder anatomische Faktoren: Erkrankungen wie Hypermobilität der Gelenke oder flache Kniescheibenfurchen
  • Schwache Muskeln: Schwäche des Quadrizeps oder der umliegenden Muskeln, die Instabilität verursachen
  • Frühere Verletzungen: Wiederholte Verrenkungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit künftiger Verrenkungen

Symptome

  • Scharfer Schmerz: Plötzlicher, intensiver Schmerz im Bereich des Knies
  • Schwellung und Bluterguss: Sofortige Schwellung nach der Verletzung, manchmal begleitet von Blutergüssen
  • Instabilität des Knies: Das Gefühl, dass das Knie bei Bewegungen nachgeben könnte
  • Sichtbare Verschiebung: Die Kniescheibe kann verrutscht erscheinen
  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Eingeschränkter Bewegungsumfang, einschließlich Schwierigkeiten beim Beugen oder Strecken des Knies aufgrund von Schmerzen, Schwellungen und mechanischen Behinderungen

Behandlungen

  • Reposition: Manuelle Repositionierung der Kniescheibe in die richtige Position
  • Ruhigstellung: Verwendung von Bandagen oder Ruhigstellern zur Stabilisierung des Knies für mehrere Wochen
  • Physikalische Therapie: Kräftigungsübungen zur Stabilisierung des Knies und zur Vorbeugung künftiger Verrenkungen
  • Rehabilitation: Schrittweise körperliche Reha zur Wiederherstellung der Kniefunktion und -kraft
  • Patella-unterstützender Knieschutz: Für mehr Sicherheit und eine leichtere Rehabilitation

Hinweis: Keine medizinische Beratung

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